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Prinzipien des Aikido

Es gibt zwei wichtige Prinzipien um Aikidô als Kampfkunst zu verstehen und zu praktizieren »Aiki« und »Kuzushi«, beide ergänzen sich und sind Teil in jeder Technik des Aikidô. 

In seiner einfachsten Form ist »Kuzushi« die Kunst, das Gleichgewicht eines Angreifers zu brechen. Es ist die Kontrolle der »Skelettstruktur« (Shisei) des Angreifers um damit sein Gleichgewicht (Kuzushi) zu brechen. Traditionell gibt es 8 Richtungen, in denen eine Person aus dem Gleichgewicht geraten kann. Bei der Anwendung von Kuzushi sollte kein oder kaum Widerstand zu spüren sein, die Techniken wirken dann mühelos und sanft sind jedoch, von höchster Wirksamkeit.

»Don't disturb the Uke  Skeleton ist against the Uke, gravity is against the Uke, less movement of the Tori is against the Uke.« 

(oral com. S. Benedetti, 2011)

Das Zeichen »Ai« im Aikidô bedeutet Treffen, Begegnung zur richtigen Zeit und als zweite Bedeutung in eine Kleidung passen (S. Benedetti, 2015). Das Zeichen »Ki« steht für die eigene innere Energie und jene des Angreifers. Die grundlegende Definition von »Aiki« ist das Anpassen, Verbinden oder Vereinigen von Energie. Die eigene Energie und jene des Angreifers wird vereint und zum richtigen Zeitpunkt (griech. Kairos) in eine neue Richtung oder Möglichkeit geführt. Das mündet in einen Rhythmus der Bewegung, die unterstützt durch eine korrekte Atmung (Kokyû = Ausatmen und Einatmen) die eigene Energie frei fließen lässt. Aikido ist zu 99% Kontrolle der Atmung des Angreifers. 

»Rhythm is the basic reading the situation  waiting for the right moment comes.«

(oral com. S. Benedetti, 2018)

Alle Techniken, die mit Aiki durchgeführt werden, sind subtil und erfordern sehr wenig Kraftaufwand. Deshalb kann eine kleinere Person größere und stärkere Angreifer überwinden.

Kuzushi und Aiki erfordern eine vollständige Koordination von Körper und Geist. Eine gute Übung dazu ist im Aikidô das »Randori« – das sogenannte freie Training ohne vorgegebene Formen der Ausführung. Diese Art des Trainings entwickelt und schärft die Sinne und Fähigkeiten, um Kuzushi in der eigenen Bewegung und auch in den Bewegungen des Trainingspartners zu erspüren.

Aikido

Stéphane Benedetti 7. Dan, Shihan

26. – 27. Jänner 2019; Wiesbaden Infos

12. – 14. April 2019; Wien Infos

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